
Den Vormarsch der Wildschweine in die Stadt stoppen
Immer mehr Wildschweine verlassen die Berliner Wälder und ziehen ins Stadtgebiet. Nach Angaben der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wird der Bestand von Wildschweinen in Berlin auf 6.000 Tiere geschätzt. Diese haben ihre Scheu gegenüber den Menschen über die Jahre verloren, haben sich mittlerweile an vielen Orten in der Stadt angesiedelt und sind somit zu einer ernst zu nehmenden Plage geworden.
In der Stadt verwüsten sie private Grundstücke und öffentliche Grünanlagen. Sie graben private Gärten und öffentliche Parkanlagen genauso um wie Spiel- und Sportplätze. Sie beschädigen Müllsäcke und gefährden den Verkehr. Von April 2007 bis April 2008 kam es allein zu 50 Verkehrsunfällen im Berliner Stadtgebiet, bei denen Wildschweine verwickelt und getötet wurden. Nicht zuletzt bringen die Wildschweine, die in die Stadt eindringen, die Berliner gegeneinander auf: Tierschützer attackieren Jäger, Gärtner beschimpfen Nachbarn.
Um Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum zu begrenzen und zu vermindern, fordern wir den Senat auf, verstärkte Aktivitäten zur Begrenzung der Auswirkungen der Wildschweinplage in Berlin zu entwickeln.
Dabei sind in einem ersten Schritt Maßnahmen zu ergreifen, um den Stadtjägern eine bessere Wahrnehmung ihrer wichtigen und verantwortungsvollen Aufgabe zu ermöglichen.
1. Die Stadtjäger müssen für ihre Tätigkeit und den von ihnen betriebenen Aufwand kostendeckend entschädigt werden.
2. Für den Sonderfall der Bejagung von Wildschweinen in der Stadt sind Möglichkeiten zu eröffnen, die Bejagung zu vereinfachen, beispielsweise dadurch, dass in besiedelten Gebieten auch mit Licht gejagt werden darf.
3. Damit in Zukunft weniger Unfälle durch „Wildschwein-Mensch-Konfrontationen" stattfinden, ist die Anzahl der Stadtjäger zu erhöhen.
4. Der Senat wird aufgefordert, in Abstimmung mit den Bezirken die Bürgerinnen und Bürger über die Bejagungsmöglichkeiten im Stadtgebiet aufzuklären und in diesem Zusammenhang in Abstimmung mit den Bezirken dafür zu sorgen, dass den Grundstückseigentümern in von der Wildschweinplage betroffenen Gebieten unaufgefordert Zustimmungserklärungen für die Bejagung auf ihrem Grundstück zugesendet werden.
Details zu unseren Forderungen finden Sie in unserem Antrag "Den Vormarsch der Wildschweine in die Stadt stoppen, Stadtjäger unterstützen", in unserem Positionspapier und in unserem Informations-Flyer "Vorsicht Wildschweine!"





